Abgeltungssteuer und zweites Depotkonto

Oktober 1, 2008 · Artikel drucken

Bei in Kraft treten der Abgeltungssteuer wird ein zweites Depotkonto für das Wertpapierdepot ab 2009 benötigt

Ab 2009 tritt die Abgeltungssteuer in Kraft. Besitzt man bereits ein Wertpapierdepot, sollte man ab diesem Zeitpunkt ein zweites Depotkonto führen. Wertpapierdepots, Kapitalerträge usw. sind momentan noch nicht mit der Abgeltungssteuer belegt. Deshalb werden sie anders versteuert. Um den Unterschied von schon bestehenden Depots (bis 31.12.2008) und neu angelegten Depots (ab 01.01.2009) zu verdeutlichen, ist ein zweites Depotkonto für die neuen Depots notwendig.

Abgeltungssteuer – was ist das?

Die Abgeltungssteuer soll die Besteuerung von Kapitalerträgen vereinfachen. Die Staatskasse bzw. das Finanzamt erhebt ab 01.01.2009 25 Prozent Steuer auf Zinsen, Dividenden und auch auf Kursgewinne.

Wer ist für den Einzug der Abgeltungssteuer zuständig?

Die jeweilige Bank. Es muss darauf geachtet werden, dass richtig ausgefüllte Freistellungsanträge der Bank vorliegen. Erkundigen Sie sich bei der Bank oder einem Steuerberater, nur so ist sicher gestellt, dass nicht zu viele Steuern bezahlt werden müssen.

Auf was muss besonders geachtet werden?

Durch den  Beginn der Abgeltungssteuer verlieren  Aktien,  Aktienfonds an Attraktivität. Erstmalig müssen die Kursgewinne versteuert werden. Wer also vor dem Stichtag noch in Aktien investiert oder sich an Fonds beteiligt, kann mögliche Kursgewinne nach 12 Monaten, noch steuerfrei bekommen.

Dennoch sollte man sich nicht drängen lassen, schnellstmöglich zu investieren. Eine Geldanlage muss gut überlegt sein und nicht nur der Gedanke, Steuern zu sparen, sollte im Vordergrund stehen. Die Abgeltungssteuer birgt auch Vorteile. Eine Erleichterung bei Steuerangelegenheiten ist allerdings die Eröffnung eines weiteren Kontos als zweites Depotkonto für das Wertpapierdepot ab 2009..