Rentenfonds

März 7, 2013 · Artikel drucken

Rentenfonds werden auch als Investmentfonds bezeichnet, die vornehmlich in festverzinsliche Wertpapiere investieren. Sie werden als die sicherste Variante von Investmentfonds gesehen.

Bei Rentenfonds wird hauptsächlich in Pfandbriefe, Kommunalobligationen, Bundesschatzbriefe oder Anleihen investiert. Den Wertzuwachs erwirtschaften Rentenfonds durch die Zinszahlungen und durch den Handel mit gehaltenen Wertpapieren. Einzelne Fonds führen darüber hinaus auch Absicherungsgeschäfte am Terminmarkt durch.

Überdurchschnittlich profitieren Rentenfonds in Zeiten sinkender Zinsen, da in Niedrigzinsphasen die Kurse der Anleihen stark ansteigen. Betrachtet man den umgekehrten Verlauf, und es tritt eine Hochzinsphase ein, so fällt es Rentenfonds schwer eine positive Rendite zu erwirtschaften.
Das Investieren in Rentenfonds auch mit festverzinslichen Wertpapieren unterliegt ebenso den Schwankungen des Marktes.

Betrachtet man den Verlauf der Zinsentwicklung historisch zwischen den Jahren von 1948 bis 1999, so erwirtschafteten festverzinsliche Wertpapiere eine durchschnittliche jährliche Verzinsung von 7,25%. Das damit eingesetzte Kapital hätte sich demnach in etwa alle 10 Jahre verdoppelt.

Im Wesentlichen unterscheidet man bei Rentenfonds 3 Risikogruppen, das Qualitätsrisiko, das Laufzeitrisiko und das Währungsrisiko.

Qualitätsrisiko bei Rentenfonds

Bei Rentenfonds wird intensiv von Fondsmanagern der Markt beobachtet. Eine der wichtigsten Einschätzungen eines Rentenfonds-Managers, ist die Beurteilung der Qualität des Schuldners. Also, ist der Schuldner in der Lage, langfristig oder kurzfristig seine Schulden auch zu begleichen?
Die Kunst ist, eine Mischung von risikoarmen und risikoreicheren Schuldnern zu mischen um meist eine bessere Performance und Risikostreuung zu erreichen. Der Anleger muss abwägen, welcher Rentenfonds ist eher wachstumsorientiert und welcher entwickelt sich konservativ, das heißt werterhaltungsorientiert, um somit seinen Ansprüchen zu genügen.

Laufzeitenrisiko bei Rentenfonds

Für eine gute Risiko Bewertung bei der Auswahl von festverzinslichen Wertpapieren sind Zinssatz, Kurswert und Laufzeit sehr wichtige Kriterien. Abhängig von der aktuellen Zinssituation können kurzlaufende Fonds zum Beispiel mit 3 Monate Laufzeit, ebenso wie langlaufende Fonds zum Beispiel mit 30 Jahre Laufzeit, die klügere Wahl sein. Fondsmanager von Rentenfonds beobachten den Markt und prüfen zu erwartende Zinsentwicklungen, damit das Portfolio entsprechend den Marktgegebenheiten kurzfristig anpasst werden kann. Zudem müssen ständig volkswirtschaftliche Einflüsse mit berücksichtigt werden.

Währungsrisiko bei Rentenfonds

Festverzinsliche Wertpapiere werden in den meisten Fällen in der Währung ausgegeben in der der Schuldner seine Buchführung führt. Egal ob Staaten oder Unternehmen die Schuldner sind. Der Risikofaktor, der durch eine fremde Währung besteht bleibt gleich. Dieser Risikofaktor wird in der Regel durch einen höheren Zinssatz ausgeglichen, doch die spekulative Komponente bleibt bestehen. Fremdwährungsanleihen sind daher für vorsichtige Anleger ein spekulatives Element, das nicht zur Absicherung der Werterhaltung dient.

Fazit

Durch das Zusammenführen und Bündeln verschiedener Wertpapiere sowie das Agieren eines aktive Fonds-Managements, bietet ein Rentenfonds für private Anleger ein besseres Chancen / Risiko Verhältnis..