Kredit History - Teil 1
August 24, 2008 · Artikel drucken
Geschichtliche Entwicklung des Kredits
Das Wort – Kredit - ist abgeleitet vom lateinischen Begriff credere „glauben“ und creditum „das auf Treu und Glauben Anvertraute“. Es ist die Gebrauchsüberlassung von Geld oder Waren auf Zeit. Darlehen, Abzahlungskäufe, Stundungen und Wechsel stellen typische Beispiele für einen Kredit dar. Da der Kreditnehmer nicht verpflichtet ist, die selben Banknoten und Münzen oder die selbe Ware, die er empfangen hat, herauszugeben, darf er die Banknoten, Münzen oder Waren nicht nur nutzen, sondern mit ihnen nach Belieben verfahren. Oftmals ist ein Kredit entgeltlich, so dass durch den Kreditnehmer nebst Rückgewähr des kreditierten Gegenstandes normalerweise vorher festgelegte Zinsen zu zahlen sind.
Der Kredit im Altertum und Mittelalter
Die geschichtliche Entwicklung des Kreditwesens lässt sich bis ins Christentum zurückverfolgen. Dort waren Anhänger des Judentums die Alleinigen, die einen Kredit vergeben durften. Hintergrund war, dass im Christentum ein Zinsverbot herrschte. Im Mittelalter finanzierten sich Könige und Fürsten ihren aufwendigen Lebensstil sowie Kriege, indem sie von Juden Kredite in Anspruch nahmen.
Wie auch in unserer Zeit, musste der jeweilige Kredit in irgendeiner Form zurückgezahlt werden. Damals erfolgte dies durch Mittel aus Eroberungen und durch Steuereinnahmen. Zur damaligen Zeit nahmen auch die so genannten „unteren Schichten“, Kredite in Anspruch. Um ihre Felder bestellen zu können, mussten die Bauern in Form von Saatgut bei ihren Herrn einen Kredit aufnehmen. Die Rückzahlung wurde dann in Form von Erntegut vorgenommen. Bei Ernteausfall oder verminderter Ernte ergaben sich für die Bauern schwerwiegende Konsequenzen, denn um den Kredit zu begleichen, mussten die Bauern ihre Höfe an den jeweiligen Herrn verpfänden und verloren somit ihre Existenzgrundlage.
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