Kredit History – Teil 2

August 24, 2008 · Artikel drucken

Entwicklung des Kredits im Mittelalter

Eine weitere Form des Kredits war das so genannte Anschreiben. Dabei handelte es sich um den heute bezeichneten Kleinkredit. Wenn Gäste in Wirtshäusern oder Kunden in Einkaufsläden nicht genügend Geld dabei hatten, schrieb der Wirt oder der Ladenbesitzer die jeweilige Zeche oder den Einkauf auf eine Liste, die wenn der Schuldner wieder Geld hatte, beglichen wurde.

Kaufleute konnten bereits im Mittelalter eine damals neue Art von Kredit erhalten. Die Kaufleute gingen zu ihrem Bankier und hinterlegten dort einen Geldbetrag. Über diesen Betrag wurde ein Kreditbrief ausgestellt. Waren die Kaufleute nun auf Reisen, konnten sie sich mittels dieses Briefes, je nach Bedarf, Geldbeträge auszahlen lassen. Ein großer Vorteil war, dass die Kaufleute nie viel Bargeld mit sich führen mussten und dies im Falle eines Überfalls nicht geraubt werden konnte. Man kann diese Art der Kreditvergabe mit den heutigen Traveler-Schecks vergleichen.

Das bestehende Zinsverbot des Christentums wurde im 17. Jahrhundert aufgehoben. Bedingt durch den florierenden Seehandel, wurde die Kreditvergabe immer wichtiger. Pfandhäuser breiteten sich immer weiter aus. Benötigte man finanzielle Mittel, wurden Wertgegenstände in die Pfandleihe gebracht. Im Gegenzug erhielt man Bargeld zur freien Verfügung. War man wieder flüssig, konnten die verwahrten Wertgegenstände ausgelöst werden. Diese Art des Kredits hat sich bis in die heutige Zeit gehalten und viele Verbraucher nutzen die Möglichkeit der Pfandleihe um kurzfristig liquide Mittel freizusetzten.

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