Kauf der deutschen Citibank durch Crèdit Mutuel
September 12, 2008 · Artikel drucken
Die EU gibt grünes Licht zum Kauf der deutschen Citibank durch Crèdit Mutuel
Lange kochte die Gerüchteküche, doch jetzt ist es offiziell - der Kauf der deutschen Citibank durch die Crèdit Mutuel, einer französischen Genossenschaftsbank. Die EU Wettbewerbsbehörde hatte in einem vereinfachten Verfahren die Übernahme überprüft und die Transaktion mit einem Umfang von 4,9 Milliarden Euro zugelassen. Die Übernahme soll bis Ende des Jahres abgewickelt werden. Nun erhalten die Franzosen mit einem Schlag einen großen Teil am deutschen Privatkundengeschäft. Die Citibank betreut rund 3,2 Millionen Kunden und hat 6800 Mitarbeiter in 340 Filialen.
Wer ist Crèdit Mutuel?
Die französische Raiffeisenbank - ihre Wurzeln reichen bis 1882 zurück. Damals gründete der Deutsche Friedrich Wilhelm Raiffeisen aus dem Rheinland die erste Bank in Wanzenau bei Straßburg. Heute besteht die Crèdit Mutuel aus 1800 lokalen Genossenschaften und diversen Tochtergesellschaften. Gemessen an der Zahl der Niederlassungen ist sie die zweitgrößte Bank in Frankreich. Gemessen an ihren finanziellen Mitteln seht sie auf Platz vier. Sie kann sich über 15 Millionen Kunden freuen.
Warum wurde die deutsche Citibank von der Citigroup verkauft?
Die Citigroup hatte durch die weltweite Finanzkrise starke Verluste eingefahren. Der neue Chef Vikram Pandit hat sich zum Verkauf von Beteiligungen entschlossen um die Finanzlücken zu stopfen. Das scheint auch gut funktioniert zu haben, denn der Kaufpreis der deutschen Citibank ist nach Einschätzungen von Finanzkennern in einem hohen Level angesiedelt.




